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Warum eignen sich Standard-Robotersysteme ideal für die Lebensmittelindustrie?

Ein Familienunternehmen in den USA reduzierte die Anzahl der operativen Mitarbeiter von 12 auf zwei oder drei, nachdem es ein Standard-Robotersystem für Palettierung und Verpackung implementiert hatte. Die Installation dauerte nur 10 Tage, und das System erreichte bereits nach der Inbetriebnahme seine volle Leistung. Das ist kein Experiment - das ist die neue Realität für die Lebensmittelindustrie.

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Die Lebensmittelindustrie steht vor den Herausforderungen einer neuen Realität.

Die Produktion von Lebensmitteln und Getränken steht unter ständigem Druck: steigende Kundenerwartungen, größere Produktvielfalt, häufige Änderungen in der Produktionslinie und Schwierigkeiten bei der Rekrutierung von Mitarbeitern. In diesem Umfeld werden traditionelle technologische Lösungen - lange Projekte, hohe Investitionskosten und die Notwendigkeit spezieller Programmierkenntnisse - ineffizient, insbesondere für kleine und mittlere Hersteller. In diesem Zusammenhang ergeben sich neue Möglichkeiten: Robotersysteme, die als sofort einsatzbereite Lösungen konzipiert sind, die schnell installiert werden können und keine tiefgreifende Entwicklung erfordern.

Anstatt ein kundenspezifisches System von Grund auf neu zu entwickeln, können Hersteller jetzt vorgefertigte Komponenten auswählen - wie z. B. Palettierer oder Verpackungsroboter -, die bereits in vielen Anlagen getestet wurden. Das verändert die Spielregeln: Es geht nicht mehr um eine Investition für Jahre, sondern um eine schnelle Lösung für ein bestimmtes Problem - z. B. Personalmangel bei der Palettierung oder Schwierigkeiten bei schnellen Produktwechseln.

Wie funktioniert Standard-Automatisierung in der Praxis?

In einem Familienunternehmen, das Snacks und Süßwaren herstellt, war die Implementierung eines Robotersystems kein langwieriges Projekt. Anstatt monatelanger Entwicklung dauerte die Installation nur 10 Tage. Das System bestand aus mehreren typischen Robotern: M-2iA/3SL für schnelles Positionieren von Produkten, M-10iA/10MS für das Verpacken und M-410iB/700 für die Palettierung. Das Ganze funktionierte nach dem Prinzip der Rezepte - d. h. eine Änderung des Produktformats erforderte nur die Auswahl des entsprechenden „Rezepts“ in der Software, anstatt einer erneuten Programmierung.

Das Ergebnis war offensichtlich: Die Anzahl der operativen Mitarbeiter sank von 12 auf zwei oder drei. Gleichzeitig wurde die gleiche Produktionsleistung beibehalten und sogar die Qualität der Anordnung der Waren auf den Paletten verbessert. Das war nicht nur eine Kostensenkung - es war eine Transformation des Prozesses, die es dem Unternehmen ermöglichte, schneller auf veränderte Nachfrage zu reagieren und die Flexibilität der Linie zu erhöhen.

Warum ist Standardisierung nicht nur eine Frage des Preises?

Vergleich von Vorher und Nachher der Automatisierung
Warum ist Standardisierung nicht nur eine Frage des Preises? - illustratives Schaubild

Standard-Robotersysteme sind nicht nur kostengünstiger, sondern auch besser vorhersehbar. Da sie bereits in vielen Anlagen eingesetzt wurden, ist ihre Funktionsweise gut bekannt, und Betriebsstörungen sind selten. Dies ermöglicht ein schnelleres Schulung von Bedienern und eine einfachere Bedienung durch technisches Personal. Darüber hinaus können dank vorgefertigter Komponenten und einer Rezept-basierten Software Änderungen in der Produktion - z. B. die Einführung eines neuen Produkts - ohne die Einbeziehung von Ingenieuren vorgenommen werden.

Dies ist besonders wichtig in der Lebensmittelindustrie, wo die Einhaltung von Qualitätsstandards und Lebensmittelsicherheit von entscheidender Bedeutung ist. Robotersysteme beschleunigen nicht nur den Prozess - sie können auch dazu beitragen, strenge Standards aufrechtzuerhalten, was Audits erleichtert und die Rückverfolgbarkeit gewährleistet.

Ist diese Lösung für jeden Hersteller geeignet?

Nicht alle Prozesse lassen sich gleichermaßen einfach automatisieren. Standardisierte Systeme funktionieren am besten dort, wo repetitive Operationen vorkommen - wie z. B. Palettierung, Verpackung oder Sortierung. Bei sehr komplexen, kundenspezifischen Prozessen kann eine individuelle Entwicklung erforderlich sein. Selbst dann können jedoch Standardkomponenten die Grundlage bilden - z. B. ein fertiger Roboter für die Handhabung, der an eine spezielle Vorrichtung angepasst wird.

Es ist auch wichtig zu verstehen, dass die Implementierung nicht automatisch zur Eliminierung von Arbeitsplätzen führt. Stattdessen ändert sich deren Charakter: von physisch anstrengender Arbeit zu einer Tätigkeit, bei der es darum geht, das System zu steuern und den Prozess zu überwachen. Das ist eine neue Rolle - aber sie ist kostengünstiger und stabiler.

Es ist wichtig zu betonen, dass standardisierte Robotersysteme zwar eine schnelle Implementierung und niedrige Investitionskosten bieten, ihre Wirksamkeit jedoch von der richtigen Auswahl für die jeweiligen Produktionsbedingungen abhängt. In Betrieben, die häufig Änderungen an der Produktionslinie vornehmen - z. B. bei der Herstellung verschiedener Produkttypen in kurzen Zyklen - sind regelbasierte Systeme besonders vorteilhaft, da sie ein schnelles Umschalten zwischen verschiedenen Formaten ermöglichen, ohne dass Code oder Engineering geändert werden müssen. Das bedeutet, dass der Bediener die entsprechende „Vorlage“ in der Software auswählen kann, die automatisch die Parameter des Roboters an das neue Produkt anpasst.

Dieser Ansatz reduziert nicht nur die Ausfallzeiten, sondern minimiert auch das Risiko menschlicher Fehler. Darüber hinaus wird durch integrierte Überwachungs- und Datenerfassungssysteme jede Operation verfolgt - was in der Lebensmittelindustrie von entscheidender Bedeutung ist, da Rückverfolgbarkeit und Audits durch Normen wie HACCP oder ISO 22000 vorgeschrieben sind. Infolgedessen unterstützen standardisierte Systeme nicht nur die Produktion, sondern tragen auch dazu bei, das Vertrauen der Kunden zu stärken und regulatorische Anforderungen ohne zusätzliche Kosten zu erfüllen.

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Quellen und Referenzmaterialien

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