Maximale Bewegungsflexibilität

Knickarmroboter

Gelenkroboter, auch als Roboterarme bezeichnet, verfügen über mehrere Drehachsen, meist 4-6. Dadurch besitzen sie einen sehr großen Bewegungsbereich und können fortschrittliche Vorgänge in unterschiedlichen Ebenen und nahezu beliebigen Winkeln ausführen. Gelenkroboter kommen deshalb in vielen Industriezweigen zum Einsatz, vom Schweißen und Lackieren bis zur präzisen Montage elektronischer Komponenten.

Warum Knickarmroboter in Betracht ziehen? Dank ihrer hohen kinematischen Flexibilität können Knickarmroboter komplexe Formen und anspruchsvolle Prozesse handhaben, die die Möglichkeiten einfacherer Konstruktionen übersteigen. Ihre Vielseitigkeit, hohe Präzision und Fähigkeit zum Betrieb unter schwierigen Bedingungen führen zu Effizienz und Zuverlässigkeit in unterschiedlichen Produktionsumgebungen.

Gelenkroboter (Articulated Robots)

Aufbau und Funktionsprinzip

Gelenkroboter zeichnen sich durch eine komplexe Kinematik aus, die Bewegungen um mehrere Rotationsachsen ermöglicht. Diese Konstruktion bietet hohe Flexibilität und die Fähigkeit, unterschiedliche Aufgaben präzise auszuführen, von einfachem Pick-and-Place bis zu komplexen Schweiß- oder Montagearbeiten.

Mechanische Konstruktion

Antrieb und Steuerung

Bewegungsart

Was macht Knickarmkinematik flexibel?

Wichtigste Vorteile

Wichtigste Vorteile von Knickarmrobotern

Knickarmroboter werden in der Industrie wegen ihrer Vielseitigkeit und hervorragenden Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Aufgaben geschätzt. Nachfolgend sind die wichtigsten Vorteile dieser Bauform aufgeführt:

Industrielle Anwendungen

Knickarmroboter

Gelenkroboter werden aufgrund ihrer Vielseitigkeit seit Jahren in zahlreichen Branchen und Prozessen eingesetzt. Ihre Fähigkeit, unter unterschiedlichen Winkeln und in mehreren Ebenen zu arbeiten, macht sie besonders wertvoll in folgenden Bereichen:

Schweißen und Widerstandsschweißen

Lichtbogenschweißen, MIG/MAG, TIG: Knickarmroboter führen den Schweißbrenner präzise entlang der geplanten Bahn, minimieren Fehler und erreichen eine hohe Wiederholbarkeit der Schweißnähte.
Punktschweißen in der Automobilindustrie: Sie eignen sich hervorragend zum Verbinden von Karosserieelementen und gewährleisten schnelle und präzise Verbindungen.

Lackieren und Beschichten

Lackieranwendungen: Mehrachsige Bewegungen ermöglichen einen gleichmäßigen Auftrag von Lack oder Beschichtung auf schwer zugängliche Bereiche.
Anwendungen in der Möbel- und Automotive-Industrie: Durch präzise Bewegungssteuerung sorgt der Roboterarm für eine optimale Materialnutzung und eine gleichbleibende Qualität der Oberflächenbearbeitung.

Montage und mechanische Bearbeitung

Montage von Baugruppen mit komplexer Geometrie: Flexible Gelenkbewegungen erleichtern die Anpassung an nicht standardisierte Formen und unterschiedliche Montagepositionen.
Schleifen, Polieren und Entgraten: Der Roboter kann diese Vorgänge wiederholt und mit gleichmaessigem Druck ausführen, wodurch die Oberflächenqualität verbessert und die Lebensdauer der Werkzeuge verlängert wird.

Verpackung und Palettierung

Handhabung schwererer Komponenten: Gelenkroboter mit höherer Traglast eignen sich für Lasten von mehreren Dutzend bis zu mehreren Hundert Kilogramm, beispielsweise Säcke mit Rohmaterial oder Transportkisten.
Unterschiedliche Produktformen: Dank Drehgelenken kann der Roboter den Greifer optimal an Objekte mit unregelmäßigen Konturen ausrichten.

Qualitätskontrolle und Inspektion

Zusammenarbeit mit Bildverarbeitungssystemen: Ein Gelenkroboter bewegt Kameras oder Sensoren präzise und ermöglicht dadurch die Inspektion von Bauteilen aus verschiedenen Winkeln in 3D.
Komponententests: Ein Roboterarm kann Komponenten zu Prüfstationen zuführen, die Defekte oder Maßabweichungen erkennen.

Maschinenbedienung

Be- und Entladen von CNC-Maschinen: Knickarmroboter passen sich problemlos an den Innenraum von Bearbeitungsmaschinen an und übernehmen oder übergeben Materialien sowie fertige Halbfabrikate.
Spritzgießmaschinen und Pressen: Sie eignen sich hervorragend zum Entnehmen geformter Teile, was den Produktionszyklus beschleunigt und den Bediener vor dem Kontakt mit gefährlichen Maschinen schützt.

Gelenkroboter

Branchen, in denen Gelenkroboter am häufigsten eingesetzt werden

Knickarmroboter arbeiten unter unterschiedlichsten Bedingungen, von kleinen Handwerksbetrieben bis zu hochentwickelten Produktionslinien internationaler Unternehmen. Hier sind einige wichtige Branchen:

Schweißen und Punktschweißen von Karosseriekomponenten, Montage mechanischer Baugruppen, Lackieren und Oberflächenpolieren.

Bearbeitung, Schleifen, Schweißen sowie Transport schwerer Bauteile.
Roboter mit höherer Nutzlast können schwere Teile transportieren, ohne an Präzision zu verlieren.

Löten, Montage von Leiterplatten (PCB) und Handhabung empfindlicher, beschädigungsanfälliger Komponenten.

Verpacken von Produkten in Großgebinde, Palettieren von Rohstoffsäcken sowie Dosieren flüssiger und pulverförmiger Stoffe.

Anbringen von Etiketten, Verpacken kleiner Flaschen und Gläser sowie automatisierte pharmazeutische Verpackungslinien.

Transport von Ziegeln, Betonplatten oder anderen großformatigen Materialien.
Möglichkeit zum Einsatz geeigneter Schutzabdeckungen gegen Staub und Feuchtigkeit.

Entnahme geformter Teile aus Spritzgießmaschinen, Entfernen von Materialueberschuessen und Ablegen der Teile in Transportbehaeltern.

Automatisierte Kommissionierung, Paketsortierung und Palettierung.

Unabhängig davon, ob Sie eine Montagelinie, eine Schweißstation oder ein Umschlaglager betreiben, Knickarmroboter können die Effizienz und Präzision Ihrer Prozesse deutlich erhöhen. Dank eines breiten Traglastbereichs und mehrerer Freiheitsgrade eignen sie sich sowohl für empfindliche Aufgaben als auch für die Handhabung schwerer Komponenten oder intensive Bearbeitungsprozesse.

Gelenkroboter

Technische Anforderungen und Integration

Damit Knickarmroboter ihre maximale Leistung erreichen, müssen ihre Betriebsparameter entsprechend angepasst und sie korrekt in die bestehende Produktionslinie integriert werden. Nachfolgend stellen wir die wichtigsten Aspekte vor, auf die Sie achten sollten:

Betriebsparameter

Traglast und Reichweite Die Wahl des Robotermodells sollte vom Gewicht und den Abmessungen der gehandhabten Komponenten sowie von der Entfernung abhängen, über die sie bewegt werden müssen. Knickarmroboter sind mit Traglasten von wenigen bis zu mehreren hundert Kilogramm verfügbar.

Genauigkeit und Wiederholgenauigkeit In Branchen mit hohen Präzisionsanforderungen wie Elektronik und Pharmazie sollte auf die Bewegungswiederholgenauigkeit geachtet werden, die in Millimetern oder Mikrometern angegeben wird.

Geschwindigkeit und Dynamik Zu hohe Beschleunigungen können Vibrationen und Präzisionsverluste verursachen. Daher sollte der Roboter so ausgewählt werden, dass ein optimales Verhältnis zwischen Geschwindigkeit und Betriebsstabilität erreicht wird.

Integration mit Steuerungssystemen

PLC-Steuerungen und HMI-Panels Knickarmroboter unterstützen in der Regel standardisierte Industrieprotokolle wie EtherCAT und Profinet, wodurch die Kommunikation mit PLC-Systemen und die Visualisierung von Parametern auf HMI-Panels erleichtert werden.

CAD/CAM-Software und Bildverarbeitungssysteme Bei Schweiß- oder Montageprozessen kann der Import von Bewegungsbahnen aus CAD/CAM-Software erforderlich sein. Für Qualitätsprüfung oder präzise Positionierung ist die Integration mit Bildverarbeitungskameras sinnvoll.

IoT und Fernüberwachung Durch die Zusammenarbeit mit IoT-Plattformen können Betriebsdaten des Roboters kontinuierlich analysiert und mögliche Störungen aus der Ferne diagnostiziert werden. Details zur Konnektivität finden Sie im Bereich Supportleistungen/IoT-Integration.

Sicherheit und Normen

Schutzzäune und Lichtvorhänge Knickarmroboter können hohe Geschwindigkeiten erreichen und schwere Lasten handhaben, weshalb in der Regel physische Schutzbarrieren erforderlich sind.

ISO-10218-Normen und Risikobewertung Die Installation eines Industrieroboters erfordert die Einhaltung von Sicherheitsstandards, darunter ISO 10218. Vor der Inbetriebnahme wird eine Risikobewertung durchgeführt, um Kollisionen und Gefahren für das Personal zu vermeiden.

Gelenkroboter

Vergleich mit anderen Robotertypen

Gelenkroboter (Articulated Robots) zeichnen sich durch fortschrittliche mehrachsige Kinematik aus, die gewöhnlich 4 bis 6 Achsen umfasst. Dadurch können sie komplexe Trajektorien ausführen und Objekte präzise handhaben. Ihre große Bewegungsfreiheit macht sie zu einer guten Wahl für Anwendungen mit hohen Flexibilitätsanforderungen, etwa Schweißen, Montage oder Maschinenbedienung. Um zu bestimmen, ob Gelenkroboter den Anforderungen Ihres Prozesses am besten entsprechen, lohnt sich der Vergleich mit anderen Industrierobotertypen wie kartesischen Robotern, SCARA, Delta, zylindrischen Robotern, kollaborativen Cobots oder Gantry-Systemen.

Gelenkroboter im Vergleich zu kartesischen Robotern (XYZ)

Kinematik und Bewegungsbereich Gelenkroboter können sich in mehreren Ebenen bewegen und sind dadurch sehr effektiv bei der Arbeit um Bauteile mit komplexen Formen. Kartesische (XYZ-)Roboter bewegen sich entlang drei linearer Achsen, seltener entlang vier, und bieten einfache rechtwinklige Bewegungen. Diese Konstruktion vereinfacht die Bahnprogrammierung und bietet hohe Stabilität für Pick-&-Place-Aufgaben über einen großen Arbeitsbereich.
Anwendungen und Leistung Kartesische Roboter eignen sich besonders für 3D-Druck, die Bearbeitung leichter Materialien oder lineares Palettieren, wenn eine hohe Positioniergenauigkeit entlang der X-, Y- und Z-Achsen erforderlich ist. Knickarmroboter sind besser für Schweißen, Lackieren und Anwendungen geeignet, bei denen Teile ungewöhnliche Formen besitzen oder schwer zugängliche Bereiche erreicht werden müssen.
Wann wählen? Wenn Sie hohe Flexibilität und Arbeiten aus unterschiedlichen Winkeln benötigen, wählen Sie einen Knickarmroboter. Wenn dagegen lange, gerade Bewegungen, zum Beispiel über eine große Produktionsfläche, und eine einfache Kinematik erforderlich sind, kann ein kartesischer Roboter wirtschaftlicher sein.

Gelenkroboter vs. SCARA

Bewegung im Raum vs. Bewegung in der Ebene SCARA-Roboter verfügen gewöhnlich über 3-4 Achsen und eignen sich hervorragend für schnelle Montagevorgänge in der horizontalen Ebene. Knickarmroboter bieten dagegen volle Bewegungsfreiheit über mehrere Achsen und können komplexe 3D-Bewegungen ausführen, zum Beispiel Lichtbogenschweißen oder Lackieren aus unterschiedlichen Winkeln.
Anwendungen und Dynamik SCARA-Roboter erreichen bei Pick-&-Place-Aufgaben außergewöhnlich kurze Zykluszeiten, insbesondere bei kleinen Komponenten. Knickarmroboter sind vielseitiger, können größere Nutzlasten handhaben und Aufgaben mit komplexen Bewegungen ausführen. Bei "flachen" Bewegungen erreichen sie jedoch in der Regel nicht die Geschwindigkeit von SCARA-Robotern.
Wann wählen? Ein Gelenkroboter ist besser geeignet, wenn maximale Flexibilität und die Bearbeitung mehrerer Ebenen erforderlich sind. SCARA eignet sich für schnelle Montagelinien mit streng wiederholbarer Bewegungsgeometrie, etwa beim Schrauben in einer Ebene.

Gelenkarmroboter vs. zylindrische Roboter

Konstruktion und Bewegungsmethode Zylinderroboter kombinieren lineare Vertikalbewegung entlang der Z-Achse mit einer Drehung um diese Achse und häufig zusätzlicher radialer Reichweite. Diese Kinematik ist einfacher als bei Knickarmrobotern, bietet jedoch einen begrenzteren Bewegungsbereich, hauptsächlich Drehung und Verschiebung entlang einer Achse. Knickarmroboter bieten dagegen bis zu 6 Drehachsen und damit deutlich größere Bewegungsfreiheit sowie die Möglichkeit, sich an ungewöhnliche Bauteilformen anzupassen.
Anwendungen Zylindrische Konstruktionen eignen sich für Aufgaben mit axialen Bewegungen, zum Beispiel für den Transport von Teilen zwischen kreisförmig angeordneten Stationen, das Dosieren von Flüssigkeiten oder die Entnahme von Elementen aus einem Rotationslager. Gelenkroboter sind vielseitiger und können zahlreiche unterschiedliche Montage- und Bearbeitungsaufgaben ausführen, darunter Schweißen, Polieren und Verpacken.
Wann wählen? Wenn konstruktive Einfachheit und ausschließlich rotatorisch-lineare Bewegung entscheidend sind, kann ein zylindrischer Roboter ausreichend sein und ist kostengünstiger sowie wartungsfreundlicher. Wenn die Anwendung eine Bearbeitung in mehreren Ebenen und den Zugang zu schwer erreichbaren Stellen erfordert, hat ein Gelenkroboter einen klaren Vorteil.

Gelenkroboter vs. Delta-Roboter

Kinematische Eigenschaften Delta-Roboter bestehen aus mehreren Armen, die an einer gemeinsamen, meist oberhalb des Arbeitsbereichs angeordneten Plattform befestigt sind. Sie ermöglichen sehr schnelle Pick-and-Place-Vorgänge mit leichten Gegenständen bei hoher Geschwindigkeit, allerdings in einem begrenzten Arbeitsraum. Gelenkroboter bieten eine größere räumliche Reichweite und können schwerere Komponenten in mehreren Ebenen handhaben.
Anwendungen und wesentliche Unterschiede Delta-Roboter dominieren in der Lebensmittel-, Pharma- und Elektronikindustrie, wo sehr kurze Bewegungswege und hoher Durchsatz erforderlich sind, beispielsweise beim Sortieren kleiner Produkte. Knickarmroboter eignen sich besonders gut für komplexere Aufgaben wie Schweißen, Bearbeiten und Lackieren und bieten Traglasten, die für die meisten Delta-Roboter unerreichbar sind.
Wann wählen? Wenn Ihre Priorität die Verpackung oder Sortierung leichter Komponenten mit hoher Geschwindigkeit ist, wählen Sie einen Delta-Roboter. Wenn Sie Flexibilität bei dreidimensionalen Aufgaben und die Arbeit mit größeren Lasten benötigen, ist ein Knickarmroboter unverzichtbar.

Knickarmroboter vs. Portalroboter

Reichweite und Konstruktion Gantry-Systeme (Portalroboter) basieren auf mehreren linearen Achsen, etwa X, Y und Z, wobei sich der gesamte „Arm“ entlang über dem Arbeitsbereich montierter Führungen bewegt. Diese Konstruktion ermöglicht die Bedienung sehr großer Bereiche, etwa einer gesamten Halle, und das vertikale Bewegen schwerer Lasten. Ein Gelenkroboter hat dagegen einen begrenzten Arbeitsradius um seine Basis. Er bietet zwar größere Bewegungsfreiheit rund um das Werkstück, deckt jedoch keine so große Fläche wie ein Gantry-System ab.
Anwendungen und Bereiche mit besonderen Vorteilen Gantry-Systeme eignen sich sehr gut für Hochregallager, die Handhabung schwerer Bauteile und die Metallindustrie, wo große und massive Teile bewegt werden müssen. Gelenkroboter sind im Vorteil bei Aufgaben mit komplexeren Bahnen, etwa Schweißen, Lackieren oder Bearbeitung in mehreren Ebenen, sowie wenn das Werkstück vergleichsweise klein ist und innerhalb der Armreichweite liegt.
Wann wählen? Ein Gantry-System ist die beste Wahl, wenn große Lasten transportiert oder mit einem Roboter mehrere verteilte Arbeitsplätze über eine große Fläche bedient werden müssen. Wenn dagegen eine vielseitige Manipulation eines Bauteils entlang vieler Achsen und Winkel, etwa bei Montage oder Schweißen, erforderlich ist, ist ein Knickarmroboter in der Regel günstiger zu installieren und flexibler.

Gelenkroboter vs. Cobots (kollaborative Roboter)

Arbeiten in einer Sicherheitszone vs. Zusammenarbeit mit Menschen Knickarmroboter arbeiten in der Regel in einem abgetrennten Bereich, der durch Schutzzäune oder Lichtvorhänge gesichert ist, da sie sich schnell bewegen und erhebliche Lasten handhaben können. Cobots, also kollaborative Roboter, sind für die direkte Zusammenarbeit mit Menschen ausgelegt und kommen häufig ohne zusätzliche Schutzvorrichtungen aus. Integrierte Kraft- und Drehmomentsensoren erkennen Kontakt mit einem Bediener und stoppen die Bewegung automatisch.
Leistung und Einsatzbereich Cobots eignen sich ideal für Aufgaben, die eine direkte Interaktion mit Menschen erfordern, beispielsweise die gemeinsame Montage von Komponenten oder Prozesse, bei denen der Bediener einen Teil der Arbeit übernimmt, während der Roboter ihn bei den anspruchsvollsten Tätigkeiten entlastet. Knickarmroboter werden dank ihrer höheren Geschwindigkeit und größeren Traglast in automatisierten Serienproduktionslinien eingesetzt, in denen maximale Produktivität zählt und sich der Bediener nicht im Arbeitsbereich des Roboters aufhalten muss.
Wann wählen? Wenn eine sichere Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine entscheidend ist, etwa in einem Unternehmen mit kleinen Produktionsmengen oder häufigen Produktwechseln, kann ein Cobot eine ausgezeichnete Lösung sein. Liegt der Schwerpunkt dagegen auf hoher Leistung und schwereren Aufgaben, wie dem Schweißen großer Konstruktionen oder schnellem Verpacken, bietet ein Knickarmroboter eindeutig mehr Leistungsfähigkeit und Geschwindigkeit.

Gelenkroboter gehören zu den beliebtesten Lösungen in der Industrierobotik und bieten eine beeindruckende Bewegungsflexibilität bei Bearbeitung, Montage und Handhabung. Unter bestimmten Bedingungen, etwa bei der Zusammenarbeit mit einem Bediener, der Handhabung großer Lasten über einen umfangreichen Bereich oder ultradynamischer Arbeit in einer Ebene, können jedoch andere Robotertypen wie Cobots, Gantry, Delta und SCARA wirksamer sein.

Wir empfehlen, die Prioritäten und Anforderungen der jeweiligen Anwendung sorgfältig zu analysieren, um die hinsichtlich Funktionalität, Kosten und Implementierungsaufwand vorteilhafteste Technologie auszuwählen. Bei Fragen kontaktieren Sie uns. Unser Team berät Sie gerne bei der Auswahl der passenden Lösung für Ihre Anforderungen.

Häufig gestellte Fragen

Häufig gestellte Fragen zu Gelenkrobotern

Die Kosten hängen von vielen Faktoren ab, darunter Größe und Traglast des Roboters, eingesetzte Antriebe und Getriebe, die notwendige Integration mit Bildverarbeitungssystemen sowie besondere Arbeitsbedingungen. Die Preise einfacher Modelle können bei mehreren Zehntausend Złoty beginnen, während fortschrittlichere Modelle mit hoher Traglast und Präzision mehrere Hunderttausend Złoty kosten können.

Hersteller empfehlen in der Regel regelmäßige Inspektionen auf Grundlage der Betriebsstunden, zum Beispiel alle 6 bis 12 Monate. Dabei werden Gelenke, Lager, Motoren und Sicherheitssysteme geprüft. Bei intensiven Anwendungen wie Schweißen oder Bearbeitung können häufigere Inspektionen erforderlich sein.
Weitere Informationen unter Service und Modernisierung.

Ja, sofern geeignete Dichtungen, Schutzbeschichtungen und IP-Schutzarten verwendet werden. In einigen Branchen wie der Lebensmittel- und Chemieindustrie kommen außerdem spezielle korrosionsbeständige und leicht zu reinigende Materialien zum Einsatz.

In der Regel ja. Gelenkroboter verfügen über flexible Software, und Hersteller stellen fertige Umgebungen zum Erstellen und Ändern von Bewegungsbahnen bereit. Häufig werden Teach Pendants und Offline-CAD/CAM-Lösungen eingesetzt, was die Einführung neuer Prozesse beschleunigt.

Ja. Viele Modelle von Knickarmrobotern erreichen eine Wiederholgenauigkeit im Bereich von Hundertstelmillimetern. Zusätzlich sorgen Servomotoren und fortschrittliche Steuerungssysteme für flüssige Bewegungen, was bei der Handhabung empfindlicher Komponenten besonders wichtig ist.

Typischerweise werden Schutzzäune, Lichtvorhänge, Not-Aus-Taster oder Bildverarbeitungssysteme eingesetzt, die die Anwesenheit von Menschen im Arbeitsbereich erkennen. Einer Implementierung sollte immer eine Risikobeurteilung und die Einhaltung von ISO 10218 vorausgehen.

Oft ja. Aufgrund seiner Vielseitigkeit kann ein einzelner Roboter viele Aufgaben übernehmen, zum Beispiel Schweißen, Maschinenbeschickung und Verpackung, sofern Traglast und Reichweite dies zulassen und geeignete Bewegungsabläufe programmiert sind.

Ja. Die meisten Hersteller bieten eine breite Auswahl an Zubehör und Modulen, die am Roboterhandgelenk montiert werden können. Dazu gehören pneumatische und elektrische Greifer, Schweisswerkzeuge, Bildsensoren und Messsysteme.

Haben Sie weitere Fragen?

Kontaktieren Sie uns oder besuchen Sie den FAQ-Bereich, um ausführliche Antworten auf alle Fragen zu Gelenkrobotern zu erhalten

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